Es ging recht schnell, dass mich meine Frau für diese Rasse faszinierte.
Internet sei Dank konnte man sich richtig informieren.
Ich liebte direkt das Optische und wollte zudem meinen ersten Hund speziell zur Nachsuche ausbilden.
Unser erster Züchter hatte in dem ausgesuchten Wurf keinen Rüden und somit stöberten wir auf der RR-Org Seite und kamen auf die Seite von August Ludewig. (von der Burg Widukind)
Es sind diese Zufälle, die doch wohl vom Schicksal geprägt werden, denn etwas Besseres hätte nicht passieren können. Absolut liebenswerte Menschen, verantwortungsvolle Züchter und heut besteht eine Freundschaft.
So kam Cooper Chigani von der Burg Widukind ins Haus. Was ein Name..aber er war einfach unser Cooper.
Er nahm die gesamte Familie direkt durch sein Wesen und seine Zuneigung in den Bann.
Frauchen machte von Anfang an den alltäglichen Appel und die Hundeschule und ich muß ihr eingestehen, dass sie das mit Bravur meisterte…
Die ersten kurzen Gänge ins Revier machte er mit mir ab dem 3. Monat.
Ab dem 6. Monat schlossen wir uns der Rhodesian Ridgeback Arbeitsgemeinschaft Jagdhund ( RRAG-Jagdhund.de) an.
Dort lernt man Gleichgesinnte kennen, zu denen sich schnell Freunschaften bilden.
Ca. 100 RR werden jagdlich in Deutschland geführt und das Steckenpferd liegt in der Ausbildung auf der Schweißfährte.
Von nun an begann die Fleißarbeit .
Einmal im Monat traf man sich im Kellerswald zum Ausbildungswochende. Dazu kamen natürlich weitere Ausbildungsfährten wöchentlich im heimischen Revier.
Dazu noch die Motivation, mit Reizangel…und durch die kleinen Jagderfolge mit der geschossenen Taube und dem Kanin…und die ersten Totsuchen.
Die Fährtenschuh-Strecken wurden kontinuierlich länger, die Standzeiten erhöhten sich.
Dazu wurden noch Verweiserbahnen eingestreut..
Ziel war die JPrfg. 1. der RRAG
-Verhalten am Stand
-Leinenführigkeit
-Schußfestigkeit
-Vorranschicken bei Schuß, Ablegen bei Schuß
-24 Stden Fährte mit dem Fährtenschuh : ca 1000m, 80ml Schweiß 2 Wundbetten mind. 2 mal 90 Grad Hacken
Diese legten wir im Oktober unter JGHV Prüfern des Club Kurzhaar und Club Wachtel erfolgreich ab.
Nach der bestandenen Prüfung nahmen die Nachsuchen erfreulicher Weise zu. Es spricht sich zum Glück schnell rum in den mir bekannten Jägerkreisen, dass man einen Hund hat der "geht".
Es war ein tolles Miteinander, man lernte immer weiter und man fing an sich aufeinander zu verlassen.
Jagdlicher Höhepunkt wurden die Monate Juni und Juli, in denen wir viele Nachsuchen zusammen machen durften.
Leider wurde uns die 23 . Nachsuche zum Verhängnis.
Eine Suche über eine Stunde auf Sau im Weizen und Raps. Nach der anstrengenden Suche schöpfte Cooper Wasser an einem Feuchtbiotop, welches wie ein Trichter in der Feldmark lag und fing sich dort eine Leptospriose ( L. bratislava) ein und dazu noch Verdacht auf Toxis durch die Ansammlung der landwirtschaftlich genutzten Gifte.
Nach den ersten Symptomen Dienstags zum Arzt, großes Blutbild, Mittwochs wurde er direkt in die Klinik Mönchengladbach gebracht, in der er leider Freitags an akutem Nierenversagen im Alter von nur 3 Jahren verstarb.
Er hatte keine Chance, die Machtlosigkeit und die Art seines Ablebens waren grausam.
Hahn in Ruh und Waidmannsheil Cooper